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Schutzpatron

Hl SebastianDer Schutzpatron der Bürgerschützen-Gesellschaft Ahrweiler ist der heilige Sebastian, der sich auch in deren Namensgebung wiederfindet.

 

Lebensdaten:

(* in Mailand oder Narbonne; † um 288 in Rom), römischer Soldat, Gedenktag ist der 20. Januar

 
Vita:

Nach Mitteilung des Heiligen Ambrosius in Mailand geboren, Sohn einer wohlhabenden Familie starb als Märtyrer in Rom in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts. 354 wird berichtet, dass sein Grab an der Via Appia am Eingang des Coemeteriums bei den Katakomben sei.

Die Legende aus der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts berichtet, Sebastian habe eine gute Ausbildung genossen und sei nach dem Studium an der Mailänder Offiziersschule Hauptmann der kaiserlichen Garde gewesen. Dort habe er sich ungeachtet des Verbotes zu seinem christlichen Glauben bekannt und viele zum Christentum bekehrt. Seine Stellung erlaubte ihm zunächst, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und immer weitere Römer zu bekehren. Bis er auf Befehl von Kaiser Diokletians mit Pfeilen durchschossen wurde.

Sebastian wurde jedoch von den Pfeilen nicht getötet. Irene, die Witwe des Märtyrers Castulus, nahm sich seiner an und pflegte seine Wunden. Als er sich wieder erholt hatte, trat er öffentlich vor den Kaiser, um ihm die Grausamkeit und Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn daraufhin im Circus von Rom zu Tode peitschen und die Leiche in die "cloaca maxima", die große Kloake, werfen. Sebastian erschien dann der Christin Lucina im Traum und wies ihr den Ort; sie barg den Leichnam und bestattete ihn bei der Apostelkirche an der Via Appia, unter der heutigen Kirche San Sebastiano ad Catacumbas. Sie gehört zu den sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms.

 
Verehrung:

Der hl. Sebastian wird gegen die Pest, andere Seuchen sowie als Schutzpatron der Brunnen angerufen, da man seiner Fürbitte das schnelle Erlöschen der sogenannten Justinianischen Pest 680 in Rom zusprach. Außerdem ist er Patron der Sterbenden, Eisenhändler, Töpfer, Gärtner, Gerber, Bürstenbinder, der Polizisten, Soldaten und Schützenbruderschaften, Kriegsinvaliden, Büchsenmacher, Eisen- und Zinngießer, Steinmetze, Jäger, Leichenträger, Waldarbeiter und wird gegen die Feinde der Kirche angerufen.

 
Reliquien:

Reliquien Sebastians befinden sich seit 1250 im Franziskaner-Kloster Hagenau im Elsass sowie im Kloster Ebersberg in Oberbayern. Auch die Ahrweiler Bürgerschützen sind im Besitz eine Reliquie des heiligen Sebastians. Das Interimsschild des Schützenkönigs, gestiftet 1925 von Toni Jarre, beinhaltet diese. Dass es dazu kam, ist der Initiative und dem beharrlichen Bemühen unseren damaligen Chronisten, Carl von Ehrenwall, zu verdanken. Im Oktober 1924 besuchte er in Begleitung des aus Ahrweiler stammenden Franziskanerpaters Rudolf Cyrillus Jarre — gestorben 1952 als Erzbischof von Tsinan im Gefängniskrankenhaus der chinesischen Kommunisten — und dessen Confraters Luchesius Semler die Kirche und die Katakombe des hl. Sebastian an der alten Konsularstraße Via Appia in Rom. Während diesem Besuch kam er auf den Gedanken, sich um eine Reliquie des Patrons der Schützen zu bemühen. Seine Beharrlichkeit und vor allem das zielstrebige Bemühen der beiden Patres Jarre und Semler führte zum Erfolg. Aus den Reliquienschätzen eines befreundeten Klosters erwarben beide eine Reliquie des hl. Sebastianus, die sie Weihnachten 1924 nebst Dokument der Echtheit nach Ahrweiler sandten. In seinem Begleitbrief schreibt Pater Luchesius wörtlich: »An der Echtheit der zugesandten Reliquie brauchen Ew. Hochgeboren nicht zu zweifeln. Ich habe mich noch eigens bei der Postulatur erkundigt.« Das genannte Dokument der Echtheit bestätigt in einem langen Schriftsatz in lateinischer Sprache durch handschriftliche Eintragung, daß es sich um ein hl. Teilchen aus den Gebeinen des hl. Märtyrers Sebastianus in silberner ovaler Kapsel« handelt.

 
Darstellung:

Zu den Attributen des Heiligen gehören Pfeile, die seine Brust durchbohren. Das Martyrium des hl. Sebastian wurde in der bildenden Kunst bereits im 5. Jahrhundert dargestellt. Typisch ist die Darstellung als Krieger in (häufig zeitgenössischer) Rüstung mit Schild und Schwert. In deutschen und niederländischen Darstellungen ab der Gotik wird meist der von Wunden bedeckte, magere Körper hervorgehoben. Häufig wird auch die gesamte Beschießungsszene gezeigt. In solchen Darstellungen ist der Heilige meist an einen Baum gebunden. Spätestens seit der Renaissance wird der hl. Sebastian als standhafte Ikone männlicher Schönheit dargestellt.