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Aktuelles

Königsvogelschießen der Junggesellen

Königsvogelschießen der Junggesellen

Sven Stadtfeld heißt die neue Majestät 

Sven Stadtfeld ist neuer König der Ahrweiler Junggesellen-Schützengesellschaft Sankt Laurentius. Auf dem Schießstand in der Ahrweiler Quarzkaul gelang es ihm am Sonntag um 19.26 Uhr, die letzten Reste des hölzernen Königsgreifs von der Stange zu holen. Stadtfeld hatte sich einen fast zweistündigen spannenden Wettkampf mit Nils Kampmann geliefert, den der Fähnrich der Ahrweiler Junggesellen-Schützen am Ende für sich entschied. Mit dem 53. Schuss gelang ihm der entscheidende Treffer, der erst einmal minutenlang im verdeckten Schießzelt gefeiert wurde. 

Auf dem Gelände der Quarzkaul wuchs die Spannung, nachdem drei Böllerschüsse es bis in die Stadt verkündet hatten: Es gibt eine neue Majestät. Als Schützenhauptmann Bastian Friedrich das Geheimnis lüftete und den Namen bekannt gab, gab es kein Halten mehr. Auf den Schultern seiner Kameraden nahm die neue Majestät ein Bad in der Menge. Vorgänger Peter Ropertz überreichte mit Königskette und Zepter die äußeren Zeichen der Würde, keine 20 Minuten nach dem Königsschuss war Stadtfeld proklamiert.Bei Einbruch der Dunkelheit erfolgte dann der feierliche Einzug durch das Ahrtor in die Altstadt. Dort warteten Hunderte Menschen, um zu gratulieren, es ging zu den Klängen von Tochter Zion nur zentimeterweise vorwärts. 

Nachdem Stadtfeld bei Dechant Jörg Meyrer und Bürgerschützenkönig Edgar Flohe vorgestellt war, ging es für die Junggesellen in eine lange Nacht des Feierns. Stadtfeld, Zeitsoldat mit abgeschlossener Fleischerausbildung, hat schon eine Schützenkarriere hinter sich: Zugführer und Beisitzer der Ahrhut; zweiter und erster Vorsitzender der "Ahrhöde Jonge", seit 2012 Fähnrich der Junggesellen-Schützen. Dieses Amt gab er nun an Christian Siegert weiter. Stadtfeld wurde in Bad Neuenahr geboren, weshalb Ahrweilers Ortsvorsteher Peter Diewald deutlich machte: "Du bist der ahrweilerhafteste Neuenahrer, den ich kenne."

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Das "Haus der Schützen" ist fertig

Das "Haus der Schützen" ist fertig

Museum im Erdgeschoss - Versammlungsraum darüber - Bürgerschützen investierten rund 145.000 €

Punktlandung für die St. Sebastianus Bürgerschützen in Ahrweiler: Genau eine Woche vor dem Höhepunkt der Feierlichkeiten ihres Schützenfestes konnte der Hauptmann und Vorsitzende Willi Busch am Donnerstag, den 12.Juni 2014 verkünden: „Das Haus der Schützen ist fertig."

Gemeint ist die altehrwürdige Blankart'sche Zehntscheuer im Herzen der Ahrweiler Altstadt, die die Stadtverwaltung als ehemaliger Eigentümer den Bürgerschützen für rund 100.000 Euro verkaufte. Erstmals hat die Gesellschaft in ihrer langen Geschichte damit eine Immobilie erworben, die sie ein Stück unabhängiger macht. Dabei ist der Name Programm. Denn das Gebäude ist eben ein „Haus der Schützen" und die sind in Ahrweiler in gleich drei Gesellschaften organisiert. Und so überreichte Willi Busch, der mit dem Verwaltungsrat der Gesellschaft und rund 100 geladenen Gästen die Eröffnung feierte, auch den Vertretern der beiden anderen Ahrweiler Schützengesellschaften einen Schlüssel. Im Innenleben der Zehntscheuer hat sich seit dem Umzug der dort ehemals beheimateten Malschule Roos von Kolja Schäfer viel getan. Das Obergeschoss wurde erweitert, Eichenbalken eingezogen und Dielen verlegt. Der Keller wurde durch drei Eichentüren geschlossen, alter Holzboden geschliffen und versiegelt, eine neue Kücheneinheit gekauft und alle Innentüren wurden ersetzt. Vor den Fenstern bieten Gitter einen Einbruchsschutz, erleuchtet wird das Innere durch energiesparende LED-Lampen und noch viele weitere handwerkliche Tätigkeiten forderten ein Handanlegen. Da die meisten Handwerker als Schützenbrüder lediglich ihr Material erstattet bekamen und Feuerwehr und THW neben vielen Helfern ehrenamtlich anpackten, trieben der Innenausbau und der Umzug aus dem Alten Rathaus die Kosten nicht mehr sonderlich in die Höhe. Insgesamt mussten die Schützen rund 145.000 für Kauf und Renovierung in die Hand nehmen. Viel Geld für einen Verein, aber eine überschaubare Größe für den Erwerb einer Immobilie. Entstanden ist nun im Erdgeschoss ein Schützenmuseum und im Obergeschoss ein Raum, in dem bis zu 40 Personen Platz finden.

Mit jeder Menge Stolz in der Stimme sprach Bürgerschützen-Hauptmann Willi Busch bei der Eröffnung am vergangenen Donnerstag von einem besonderen Tag, ließ noch einmal die über zwei Jahre laufenden Überlegungen und guten Gespräche mit der Stadtverwaltung Revue passieren und bezeichnete die Investition als vorausschauend für Kinder und Enkelkinder, die die Traditionen fortführen sollen. Zudem bleibe ein historisches Gebäude in Ahrweiler Hand und der Stadt als Schmuckstück erhalten. Busch dankte neben den vielen Helfern vor allen Dingen Michael Seeliger, der als Bauleiter alle Fäden in der Hand hielt. Er dankte aber auch Heike Hollunder. Die Museumspädagogin hatte ihr Fachwissen bei der Gestaltung des Museums eingebracht und berichtete darüber, wie man mehr als 1000 Jahre Schützenwesen auf 100 Quadratmeter untergebracht habe. Die Zauberformel: „weniger ist mehr." Ein althergebrachtes Museum mit großem „Gähnfaktor" habe es nicht werden sollen, vielmehr ein Museum, dass ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation herstelle. Exponate, wie Schützensilber, Pokale, Gewehre, Urkunden oder Bilder sind zu sehen, aber in einem überschaubaren Maße. Wer mehr sehen will, kann das auch, und zwar digital und interaktiv zugänglich über Flachbildschirme, die selbst gesteuert werden können. Nach und nach wird der ganze „Schatz der Schützen" dort abgerufen werden können. Einen ersten Eindruck kann sich die Bevölkerung nach dem Schützenfest machen. Am Sonntag, 6. Juli, laden die Schützen und die Museumsbetreuer Werner Kathe und Herbert Engel ab 13 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Im Rahmen der Eröffnungsfeiern am vergangenen Donnerstag erhielt das Haus der Schützen natürlich auch seinen kirchlichen Segen. Den erteilten Präses Jörg Meyrer und Pastor Karsten Wächter. Ihre Freunde über das entstandene neue Schützendomizil drückten zudem Bürgermeister Guido Orthen und Landrat Dr. Jürgen Pföhler, beide übrigens Ahrweiler Schützenbrüder mit Leib und Seele, aus. Orthen lies dabei auch verlauten, dass man über die Nachnutzung des Alten Rathauses am Ahrweiler Markt, das bislang unter anderem auch das Schützenmuseum beherbergte, in den kommenden Wochen trefflich diskutieren wolle. Das neue Schützenmuseum bezeichnete er als eine Bereicherung der Museumslandschaft in der Stadt. Das sah Dr. Pföhler genau so. Immerhin sei das Schützenmuseum das einzige seiner Art in Rheinland-Pfalz. Der Landrat hatte neben dem Kreiswappen auch noch einen Bewilligungsbescheid über Zuschüsse in Höhe von 7.000 Euro dabei.

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Zünftige Marschmusik im Augustinum

Zünftige Marschmusik im Augustinum

Das Tambourcorps der Ahrweiler Bürgerschützen spielte für einen guten Zweck.

Freunde zünftiger Militär-, Marsch- und Spielmannsmusik kamen am späten Samstagnachmittag im Theatersaal des Bad Neuenahrer Augustinums voll auf ihre Kosten. Dort war das Tambourcorps der St. Sebastianus-Bürgerschützen-Gesellschaft aus Ahrweiler aufgezogen, um rund 150 Gäste knapp eineinhalb Stunden lang zu unterhalten. 16 mehr oder weniger bekannte Märsche hatte der musikalische Leiter Jürgen Schmitz ins Programm geschrieben. Dass es dabei manches Mal richtig laut wurde, störte niemanden. Es war ein Benefizkonzert, der Erlös aus dem rundgereichten Spendentopf fließt der integrativen Kindertagesstätte St. Hildegard in Bachem zu.

Die gut 20 Musiker von Jürgen Schmitz starteten, nachdem der Tambourmajor einen Abriss über die Geschichte der Marschmusik gegeben hatte, mit einem recht neuen Stück, nämlich ihrem eigenen Bürgerschützen-Marsch, den Gisbert Stenz geschrieben und im Jahr 2005 den Bürgerschützen überreicht hatte. Die meisten der folgenden Musikstücke aber sind in der Hochzeit der Marsch- und Militärmusik Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Zu jedem Marsch hatte Jürgen Schmitz eine interessante Geschichte parat, die meisten Stücke spielten seine Musiker mehrstimmig. Egal, ob „Schwedischer Kriegsmarsch", die Märsche „Mit Sang und Klang" oder der „Kronprinz Marsch", beide aus der Feder von Johann Brussig zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, oder aber der Trans-All-Marsch von Ernst Naumann, den er Mitte der 1960er Jahre für eben jenes deutsch-französische Transportflugzeug-Projekt schrieb, alle hatten eines gemeinsam: zackige Musik mit Ecken und Kanten, bei deren Vortrag man die Freude der Spielleute an dieser Musik förmlich spüren konnte.

Natürlich durften bei solch einem Konzert die „Top-Hits" der Marschmusik nicht fehlen, wie der „Colonel Bogey Marsch", der dank des Films „Die Brücke am Quai" zu Weltruhm kam. Oder aber der 1893 komponierte Deutschmeister Regimentsmarsch von Wilhelm August Jurek, der diesen im Offizierscasino am Flügel uraufführte. „Preußens Gloria", „Hoch Heidecksburg" mit seinen anspruchsvollen Tempoverschiebungen, der äußerst melodische „Marsch der Medici" oder aber Lindemanns „In die weite Welt", das alles war in Bad Neuenahr zu hören. Am Ende stand dann der wohl meistgespielte Marsch an: „Alte Kameraden" von Carl Teike. Zugaben gab es auch, nämlich den auch unter Karnevalisten oft verwendeten „Laridah-Marsch" von Max Hempel sowie den „Liebenmarsch." Neben toller und anspruchsvoller Marschmusik wagten die Ahrweiler Musiker zwischendurch einen kurzen Ausflug in die Welt der Operette und boten „Can Can" aus der Operette „Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach.

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Jahreshauptversammlung 2014

Jahreshauptversammlung 2014
Der Hauptmann und Vorsitzende der Gesellschaft Wilhelm Busch wurde wiedergewählt. Marc Adeneuer​ weiterhin Offizier des Oberleutnantsgliedes.

Nach zehn Jahren als Hauptmann und Vorsitzender der Ahrweiler St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft ist Wilhelm Busch, genannt Willi, keineswegs amtsmüde. Und so konnte er sich freuen, dass er bei der Jahreshauptversammlung der Schützen am Freitag, den 14.03.2014 mit großer Mehrheit für eine weitere Dekade in seinem Amt bestätigt wurde.

Der gesamte Abend stand im Zeichen der Hauptmannswahlen, Busch betonte schon bei seinen Begrüßungsworten gegenüber den erschienenen 128 von exakt 700 Mitgliedern im „Forum Altes Zunfthaus", dass er sich über ein klares Votum freuen würde. Auch Bürgerschützenkönig Edgar Flohe, der wegen eines Urlaubs verhindert war, brachte in einem verlesenen Grußwort seinen Dank dem Hauptmann gegenüber zum Ausdruck und warb für dessen Wiederwahl. Jürgen Knieps, dienstältestes Mitglied des Verwaltungsrates und damit Wahlleiter, ließ das erste Jahrzehnt unter dem Vorsitz von Willi Busch noch einmal Revue passieren. Knieps wies insbesondere auf die Höhepunkte dieser Zeit hin: 2003 beim Amtsantritt feierten die Ahrweiler Bürgerschützen in 600-jähriges Bestehen. Vier Jahre später zeigten sie sich als perfekter Ausrichter des Bundesschützenfestes. Im vergangenen Jahr schließlich wurde der Kauf der "Blankart'schen Scheune" und deren Ausbau zu einem „Haus der Schützen" feierlich besiegelt.

Dann wurde gewählt und zwar auf Antrag geheim. Das Resultat konnte sich sehen lassen, 112 der anwesenden 128 Schützen votierten für Willi Busch, knapp 90 Prozent also. Der alte und neue Hauptmann sprach der Versammlung gegenüber seinen Dank aus und gelobte, sich auch weiterhin tatkräftig für die Belange der St. Sebastianus Bürgerschützen einsetzen zu wollen.

Neben der Hauptmannswahl standen weitere Regularien auf der Tagesordnung. So trug Chronist Peter Diewald einen ausführlichen Jahresrückblick vor und blickte dabei auch über den Tellerrand hinaus auf das Geschehen bei den beiden anderen Ahrweiler Schützengesellschaften. Diewalds Rückschau war zudem nicht frei von Kritik, auch an eigenen Veranstaltungen. So war doch die Teilnahme der Schützen bei den Veranstaltungen am Freitag nach Fronleichnam recht spärlich. Zumindest für die Abendveranstaltung stehen demnach ab diesem Jahr Veränderungen an. Daneben gab es aber auch genügend Gründe zur Freude, beispielsweise über die Einmütigkeit des über 30-köpfigen Gremiums, das sich mit dem Kauf der "Blankart'schen Scheune" auseinandersetzte. Oder aber der Tatsache, dass der 2011er Schützenwein mit der Goldenen Kammerpreismünze ausgezeichnet wurde. Neben dem Chronisten blickte auch der Hauptmann zurück und zwar auf die bereits ausgeführten Arbeiten am neuen Haus der Schützen. Dieses soll am 12. Juni seine Einweihung und Einsegnung erfahren.

Schatzmeister Jürgen Knieps legte ein erfreuliches Zahlenwerk vor, nach Einnahmen und Ausgaben machten die Schützen 2013 ein stattliches Plus mit einem Überschuss von mehr als 27.000 Euro. Das dürfte sich in diesem Jahr ändern, wurde doch Anfang 2014 der Kaufbetrag für die "Blankart'sche Scheune" fällig und an die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als Verkäufer überwiesen. Gut 100.000 Euro überwiesen die Bürgerschützen für das Gebäude. Trotzdem müssen auch in diesem Jahr die Beiträge nicht erhöht werden und bleiben damit auf dem seit vielen Jahren gleichen Stand. Dies war im Hinblick auf den Immobilienerwerb ein Versprechen des Verwaltungsrates an die Mitglieder gewesen. Nach dem umfangreichen Zahlenwerk des Schatzmeisters bestätigte Rechnungsprüfer Rolf Grohs die ordnungsgemäße Kassenführung und empfahl die Entlastung des Verwaltungsrates, was einstimmig geschah.

Nach der Hauptmannswahl wurde mit dem Zugführer des Oberleutnantsgliedes, Marc Adeneuer, ein weiteres Mitglied des Verwaltungsrates für zehn Jahre in seinem Amt bestätigt, ehe der wiedergewählte Hauptmann Willi Busch zum Ausklang der eineinhalbstündigen Jahreshauptversammlung anstehende Termine verkündete. Die wichtigsten: das Schützenfest wird in Ahrweiler vom 14. Juni bis 21. Juni gefeiert und am 11. Juli organisieren die Schützen ein Open-Air-Show-Konzert mit der BigBand der Bundeswehr zugunsten der Vortour der Hoffnung.

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Patronatsfest 2014

Patronatsfest 2014

Mehrere hundert der insgesamt 703 Mitglieder der St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler waren zum jährlichen Patronatsfest ins Bürgerzentrum am Markt gekommen. Willi Busch, seit zehn Jahren Hauptmann der Gesellschaft, nutzte seine Ansprache, um auf das vergangene Jahrzehnt zurückzublicken. Er war der erste Hauptmann, der nicht nur von einer kleinen Gruppe um den Verwaltungsrat, sondern, im Sinne einer Demokratisierung der Gesellschaft, von allen Schützenbrüdern gewählt wurde. Er wird seine Kandidatur für eine weitere zehnjährige Amtszeit anbieten.

Das Thema Schützenmuseum - seit 2004 unter Leitung von Herbert Engel - steht zurzeit im Fokus des Interesses, denn seit Jahresbeginn ist die Gesellschaft Eigentümer der Blankart'schen Scheune „Auf der Rausch" innerhalb der Stadtmauer. Hier soll das Schützenmuseum, das bisher in der alten Stadtwache am Marktplatz untergebracht ist, sein neues Domizil finden. Im Rahmen einer Fragerunde, die von der Journalistin Marion Monreal moderiert wurde, informierten Hauptmann Busch sowie die weiteren Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes Jürgen Knieps und Peter Diewald die Schützenbrüder über den Stand der Dinge.

Für 145.000 Euro hat die Gesellschaft das Gebäude von der Stadt gekauft. Finanziert wurde der Kauf durch Rücklagen und Bankkredite. Um das Gebäude der ehemaligen Malschule Roos zum geplanten „Haus der Schützen" umzufunktionieren, seien weitere Investitionen nötig. Hier hätten sich bereits Ahrweiler Handwerker bereit erklärt, einige der Um- und Sanierungsarbeiten zu übernehmen. Außerdem sammelt die Gesellschaft Spenden. Es folgte ein Appell an die Mitglieder, ihre Arbeitskraft einzubringen. „Jeder kann helfen, selbst wenn es nur ein paar Stunden sind," unterstrich Diewald. Im Laufe des Abends machten entsprechende Listen die Runde, auf denen Schützenbrüder ihre Bereitschaft zur tätigen Mithilfe eintragen konnten.

Die Pläne für die neu erstandene Immobilie sehen so aus: In der unteren Etage der sogenannten alten Scheune soll das Schützenmuseum eingerichtet werden. Das Obergeschoss soll ein Treffpunkt für alle drei Ahrweilerer Schützengesellschaften werden. Zwar seien die Bürgerschützen die Eigentümer, aber auch die Junggesellen- und Aloisiusschützen seien hier willkommen. „Wie in einer Familie, wo die ältere Generation für die Söhne und Enkel sorgt," malte Hauptmann Busch das Bild einer großen Ahrweilerer Schützenfamilie.

Außerdem könne man sich vorstellen, die Räumlichkeiten für passende Veranstaltungen wie Weinproben und Ähnliches zu vermieten. Für Mai ist der Umzug des Museums geplant, bis dahin muss allerdings noch viel Arbeit ins „Haus der Schützen" investiert werden. Eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages oder gar eine Zwangsumlage schloss der geschäftsführende Vorstand aus. Im Zuge der Umzugsvorbereitungen sollen alle vorhandenen Exponate fotografiert und archiviert werden. Welche Ausstellungsstücke dann wirklich im neuen Schützenmuseum zu sehen sein werden, wird zurzeit noch beraten. Dabei werde der entsprechende Ausschuss von Heike Hollunder, der Museumspädagogin der Dokumentationsstätte Regierungsbunker, beraten.

Grußworte sprachen der Präses der Gesellschaft Dechant Jörg Meyrer sowie Stadtbürgermeister Guido Orthen.

Im Verlaufe des Festabends wurden elf neue Mitglieder in die Schützengesellschaft aufgenommen. Geehrt wurden Heinz Schmickler, der seit 65 Jahren als Trompeter im Einsatz ist, und die Gebrüder Adeneuer, die seit 25 Jahren die Trauben aus den gesellschaftseigenen Weinbergen zu mehrfach preisgekrönten Schützenweinen ausbauen.

Präses Dechant Jörg Meyrer, Schatzmeister Jürgen Knieps, Hauptmann Wilhelm Busch, Schützenkönig Edgar Flohe, Chronist Peter Diewald, Bürgermeister Guido Orthen, Erster Beigeordneter Detlev Koch, Hans-Georg Klein, Kurt Pantenburg und Sigi Belz.

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